Glück

Eine Begegnung – von Anne-M. Keßel

Ich brauche Geld! Wir alle brauchen Geld! Dieses Leben ist teuer – und die Träume, die wir haben, erst recht! Irgendjemand hat mal gesagt, dass Filmemachen ein verdammt teures Hobby ist. Stimmt. Und Filmemachen als Beruf ebenso! Und deswegen BRAUCHE ICH GELD!!!

Continue reading

Transmedia Day 2014

Was genau ist eigentlich „transmedia storytelling“?
Handelt es sich dabei nur um einen aktuellen Trend, oder tatsächlich um einen Paradigmenwechsel?
Wird es die Art und Weise, wie wir in Zukunft Geschichten erzählen und erleben, wirklich beeinflussen bzw. grundlegend verändern?
Und was bedeutet das eigentlich für mich, als Autorin?

Ein Bericht – von Anne-M. Keßel

Continue reading

Himmel

„Das wird böse enden“, murmelt Tina neben mir.
Völlig paralysiert starren wir zu dritt auf  den vierten Stock des gegenüberliegenden Nachbarhauses. Das Fenster der Wohnung gegenüber ist weit geöffnet, und auf dem Fensterbrett kniet ein kleiner, blonder Junge. Verzweifelt versucht er, an seinen dämlichen Kanarienvogel heranzureichen, der ihn von der Regenrinne aus und dabei lustig mit dem Kopf wippend bei diesem zum Scheitern verurteilten Unterfangen betrachtet.

Eine Kurzgeschichte – von Anne-M. Keßel

Continue reading

Die Heimat der “gelben Wand”

Borussia Dortmund ist mein Verein seit Kindertagen. Denn aus „familiären Gründen“ war schon früh klar, dass auch mein Fußball-Herz schwarz-gelb schlägt.
Ich habe meine Borussia in der BayArena (früher noch Ulrich-Haberland-Stadion), der Allianz-Arena oder (das ist aber schon sehr, seeeeehr lange her) im Müngersdorfer Stadion (heute: RheinEnergieStadion) angefeuert. Aber noch nie – NOCH NIE – war ich in ihrem Heim-Tempel, der Heimat der „gelben Wand“, dem schönsten, aufregendsten und atmosphärischsten Stadion der gesamten Bundesliga: dem Signal Iduna Park.
Heute, am 7. Dezember 2013, ist es endlich so weit!

Ein Erlebnisbericht – von Anne-M. Keßel

Continue reading

Wenn jemand eine Reise tut…

Mit der Deutschen Bahn zu fahren ist ja an sich schon so eine Sache.
Wer es sich (wie ich) nicht leisten kann, in der luxuriösen Abge-schiedenheit der 1. Klasse zu reisen, muss sich im Großraum-Wagen der 2. Klasse häufig mit ekstatischem Laptop-Tasten-Klackern, aus Ohr-stöpseln schepperndem Musik-Lärm oder sich überlaut am Handy unterhaltenen Mitreisenden herum-schlagen. Wer sich allerdings zu Zeiten des Oktoberfests auf den Weg nach München macht, erlebt Mitreisende der ganz anderen Art…

Ein Erlebnisbericht – von Anne-M. Keßel

Continue reading

Das Lächeln der Beate Zschäpe


Es geht doch nichts über Vor-Ort-Recherche!

Am 17. September 2013 habe ich als Besucher erstmalig den NSU-Prozess in München besucht.


Ein Erlebnisbericht – von Anne-M. Keßel

Dienstag, 17. September 2013, 8.40 Uhr:
Langsam verlasse ich den U-Bahnsteig „Stiglmaierplatz“ und zuckele mit der Rolltreppe gemächlich an die Oberfläche. Ein wolkenverhangener Himmel empfängt mich, Regen liegt in der Luft. Der Herbst ist da.
Ich gleite die letzte Stufe hinauf, verlasse die Rolltreppe und  drehe mich um 90 Grad – schon stehe ich vor dem Münchener Strafjustizzentrum. Der Vorplatz ist mit einigen Kamerateams und Reportern gefüllt. Es ist nicht brechend voll, aber man hat dennoch sofort den Eindruck, dass hier heute etwas von medialem Interesse verhandelt wird. Continue reading

Die soziale Kante – Dirk Boltersdorf

Anfang 2008 traf und interviewte ich Dirk Boltersdorf, um als Aufgabe für die HFF München das Berufsbild des Sozialarbeiters zu recherchieren. 

Ein Portrait – von Anne-M. Keßel

Ich treffe Dirk Boltersdorf in einer seiner Arbeitsstellen, der „Drobs“, der Drogenberatungsstelle in Düren. Die kurze Zeit, die ich gebeten werde, im Wartezimmer noch Platz zu nehmen, wird mein Blick auf ein riesiges Plakat an der Wand gelenkt: „Achtung! Dealen in jeglicher Form, Gewalt und Gewaltandrohung führen zu sofortigem Hausverbot!“. Das zeigt mir, welche Klientel sonst in diesem Raum Platz nimmt. Continue reading